Kundengeschäftsvolumen wächst auf 3,4 Milliarden Euro

Volksbank-Bilanz:

Marktposition im Kreis gefestigt

Warendorf/Ahlen/Oelde (gl). Die Volksbank eG hat im Jahr 2016 ihr Wachstum beim Kundengeschäftsvolumen um über fünf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gesteigert. Der Zuwachs beim Kundenkreditgeschäft beträgt 5,1 Prozent auf nunmehr 1,5 Milliarden Euro. Das gab das Kreditinstitut jetzt bekannt. Die Bank festigt damit nach eigenem Bekunden ihre Marktposition als starke genossenschaftliche Regionalbank.

Die drei Vorstände Rolf Weishaupt, Martin Weber und Thomas Schmidt sehen diese Ergebnisse als Bestätigung ihrer Geschäftspolitik.

„Wir freuen uns über die lebhafte Nachfrage in fast allen Vertriebsbereichen. Offensichtlich haben unsere Mitglieder und Kunden sowohl bei ihren Finanzierungen als auch bei den Geldanlagen von der zusätzlichen Marktstärke unserer Volksbank profitiert“, bilanziert der Vorstandsvorsitzende Rolf Weishaupt die Ergebnisse. „Die Unsicherheit der Märkte und die Nullzinsphase aufgrund der Geldvergabepolitik der Europäischen Zentralbank haben dazu geführt, dass die Menschen die Beratungsqualität ihrer Volksbank vor Ort neu wiederentdeckt haben.“

Auf den gestiegenen Beratungsbedarf habe der Vorstand reagiert und Bereiche wie das Kunden-Service-Center, die Vertriebsassistenz, den Wertpapierhandel, aber auch die Jugendberatung in den einzelnen Geschäftsstellen deutlich verstärkt.

Für Thomas Schmidt, unter anderen für Personal verantwortlich, ist das eine logische Konsequenz: „Natürlich gilt es, bei schwindenden Margen durch schlanke Prozesse die Kosten möglichst zu senken. Genauso wichtig ist es aber auch, die Volksbank zukunftsfähig zu halten. Ich denke, wir haben diesen Spagat bislang erfolgreich gemeistert.“

Das Kreditgeschäft war mit einem Plus von über fünf Prozent wie im Jahr zuvor einer der größten Wachstumsfaktoren. Hauptwachstumsträger waren das Firmenkunden- und Immobilien-Geschäft. Über die Erwartungen entwickelten sich die bilanziellen Kundeneinlagen. Mit einem Zuwachs von sieben Prozent wurde erstmals ein Gesamtbestand von über einer Milliarde Euro erreicht.

Vorstand Martin Weber blickt deshalb auch über das Jahr 2017 hinaus: „Wir stellen fest, dass die nachhaltig gute konjunkturelle Lage sowohl im Lande wie beim Export zu einer hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmer bei Neuinvestitionen führt. Um hier die steigenden Anforderungen als heimische Genossenschaftsbank künftig zu den Bedingungen der Globalisierung erfüllen zu können, streben wir über die jetzt vereinbarte Kooperation mit der Volksbank Bielefeld-Gütersloh die Fusion Anfang 2018 an.“

 Aber nicht nur beim Aktiv- und Passivgeschäft, also bei Krediten und Einlagen, festigt die Volksbank mit guten Ergebnissen ihre Marktposition. Traditionell stark ist sie im Provisionsgeschäft, das Wertpapiere, Bausparen und Versicherungen umfasst. Bei dem Verbundpartner Union Investment konnte eine Steigerung von vier Prozent erreicht werden, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall von sieben Prozent. Zwar ging die Zahl der Neuverträge gegenüber 2015 um 600 Stück zurück, doch werden die Bausparsummen immer häufiger den deutlich gestiegenen Immobilienpreisen angepasst. Das Versicherungsgeschäft mit dem Verbundpartner R+V hat auf hohem Niveau weiter erfreulich zugenommen. „Wir haben allein im Bereich der Lebensversicherungen ein Plus von rund 25 Prozent zu verzeichnen. Das sind fast 6 Millionen Euro Versicherungssumme mehr als 2015“, freut sich Weishaupt. Im Privatkundengeschäft hatte die Volksbank in diesem Jahr einen besonderen Beratungsschwerpunkt auf die Themen Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit gelegt.

Insgesamt geht der Gesamtvorstand davon aus, dass die Qualität in der Dienstleistung, vom Service über die Analyse bis hin zur individuellen Beratung, ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Regionalbank ist. Vor dem Hintergrund der hohen Regulierungsdichte sind Offenheit, Fairness und Transparenz im Kundengeschäft für die Volksbank eG als Genossenschaft eine Selbstverständlichkeit. „Bei uns gibt es keine Quersubventionen. Wir kalkulieren jedes Produkt und jede Bankdienstleistung einzeln, so dass am Ende jedes Mitglied und jeder Kunde auch nur für das bezahlt, was er in Anspruch nimmt“, sagt Weishaupt. Für ihn ein Muss, um das Vertrauen der Kunden nachhaltig zu erhalten.

Trotz schwieriger Marktbedingungen ist es der Volksbank eG gelungen, einen Jahresüberschuss in Höhe von fast drei Millionen Euro zu erreichen. Das gute Jahresergebnis versetzt die Genossenschaft in die Lage, ihren Mitgliedern eine Dividende in Aussicht zu stellen.