Nase für politische Entwicklungen

44. VHS-Veranstaltungsreihe „Autoren lesen“ beginnt mit Erdoan-Biografin Cigdem Akyol

-hat- Ahlen - Mit einem Großaufgebot bekannter Namen startet die Volkshochschule in das 44. Jahr der Reihe „Autoren lesen“. Darunter befinden sich so prominente Schriftsteller wie der Fernsehjournalist Franz Alt, die Moderatorin Amelie Fried, der Reporter Jörg Armbruster und der frühere Anchorman der „Tagesthemen“, Ulrich Wickert.
Bei der Vorstellung des Programms am Dienstag im Rathaus saß erstmals Meike Schmittfeld mit am Tisch, die die Mayersche Buchhandlung vertrat. Diese übernimmt den Part der Buchhandlung Sommer als Kooperationspartner, versicherte Schmittfeld. In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Rolle der Sponsoren und Kooperationspartner, ohne die die Qualität dieser Reihe nicht zu gewährleisten sei. Seinen Dank richtete Berger in erster Linie an die  Volksbank und deren Vertreter Michael Vorderbrüggen sowie an das Autohaus Ostendorf.
Für den Auftakt der ältesten Veranstaltungsreihe der VHS ist deren Leiter Rudolf Blauth gleich ein Coup gelungen: Am kommenden Mittwoch, 21. September, stellt Cigdem Akyol in der Mayerschen Buchhandlung Sommer ihre in diesem Jahr erschienene Biografie des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoan vor. „Als wir im März dieses Jahres den Vertrag mit ihr abgeschlossen haben, war noch keine Rede von Putsch“, sagte Blauth.
Ebenfalls in die Buchhandlung kommt am 4. Oktober Bestellerautor Franz Alt, der sein Buch „Flüchtling – Jesus, der Dalai Lama und andere Vertriebene“ präsentiert.
Nicht einer Einladung der VHS folgt Ulrich Wickert, der am 25. Oktober im Rahmen des Krimifestivals „Mord am Hellweg“ in der Lohnhalle aus seinem Krimi „Das Schloss in der Normandie“ liest. Mit Amelie Fried ist dann am 29. November eine weitere bekannte Journalistin im Au­tohaus Ostendorf zu Gast, die sich auch als Romanautorin einen Namen gemacht hat.
Die „Politisch-Kulturellen Wochen Spanien“ sind der Anlass für Paul Ingendaay, seine „Gebrauchsanweisung für Spanien“ am 17. Januar vorzustellen. Ingendaay, der vier Sprachen spricht, ist Europa-Korrespondent der „FAZ“.
Auf ihn freut sich der Leiter des Interreligiösen Museums, Werner Fischer, ganz besonders: Nahost-Experte Jörg Armbruster, der am 8. März 2017 sein neues Buch „Willkommen im gelobten Land – Deutschstämmige Juden in Israel“ präsentiert.
Zweimal Martin Luther und das Reformationsjahr stehen als Nächstes auf dem Programm: Am 22. März wird der Journalist Andreas Malessa über Wahres und Legenden im Leben Martin Luthers aufklären, und am 4. April ist Eleonore Dehnerdt mit ihrem Buch „Katharina – die starke Frau an Luthers Seite“ zu Gast.
Die erste afrodeutsche Moderatorin Mo Asumang hat sich an ein besonders heikles Thema gewagt und ihre Erfahrungen mit Neonazis in dem Buch „Mo und die Arier – Rassisten und Neonazis“ verarbeitet, das sie am 20. Juni im Rahmen der VHS-Projektreihe „Wie weit ist Afrika?“ vorstellt. Zum Abschluss bietet die  Volksbank am 4. Juli dem SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby ein Forum, der als erster schwarzer Politiker 2013 in den Bundestag einzog.

Quelle: Westfälsiche Nachrichten vom 14.09.2016