„Oelde schwimmt“ für guten Zweck stundenlang

Oelde (gl). Sponsorenläufe, bei denen Kinder und Jugendliche Geld für einen guten Zweck sammeln, indem sie möglichst viele Runden laufen, sind bekannt. Sponsorenschwimmen, bei den Schüler zwölf Stunden lang für einen guten Zweck ihre Bahnen ziehen, ist neu. Beim Projekt „Oelde schwimmt“ haben sich am Freitag Mädchen und Jungen der Oelder Schulen in die Fluten des Parkbads gestürzt.
Mit drei Minuten Verzögerung, um 12.03 Uhr, gab Ulla Ringhoff vom Hauptsponsor Volksbank eG das Startzeichen, und die ersten der etwa 200 Fünft- und Sechstklässler des Thomas-Morus-Gymnasiums (TMG) gingen auf Bahnenjagd. Für jede geschwommene Bahn bekommen die Teilnehmer einen zuvor festgelegten Betrag ihres Sponsors, den sie sich selbst gesucht hatten. Vielleicht vier oder fünf Bahnen wolle er schwimmen, meinte Johannes (10). „Ach was! Mindestens zehn“, motivierte ihn sein elfjähriger Kumpel Marcel.
Zwischen zehn und zwölf Schüler schwammen gleichzeitig pro Bahn und erhielten für 100 zurückgelegte Meter einen Stempel von den 25 Sporthelfern der Real- und Gesamtschule sowie des TMGs. Sie hatten das Projekt „Oelde schwimmt“ schulübergreifend organisiert. Es bildete gleichzeitig den Abschluss ihrer Ausbildung zu Sporthelfern.
Die Jugendlichen hatten im Vorfeld stark für die Veranstaltung geworben. Mit Erfolg. Am Nachmittag schwammen die Mittelstufe der Real- und der Gesamtschule sowie Kinder der Oelder Grundschulen, abends sammelte die Oberstufe des TMGs Geld, ehe unter Flutlicht bis Mitternacht weitergeschwommen wurde. Auch einige Badegäste unterstützten spontan die Aktion.
Seit zehn Jahren bildet Lehrer Ralf Schneegans Sporthelfer an der Real- beziehungsweise Gesamtschule aus. Erich Merz betreute in diesem Jahr die ersten Sporthelfer der Jahrgangsstufe 8 des TMGs. „Vor allem im außerschulischen Schulsport und im Ganztag sind sie eine wichtige Stütze – und das schulübergreifend“, betonte Lehrer Merz. Gleichzeitig bereite die Ausbildung die Jugendlichen auch ein Stück weit auf das Ehrenamt vor.
Nach fünf Stunden hatten 250 Schüler bereits 2500 Euro erschwommen. Die Hälfte des Endbetrags geht an die österreichische Hilfsorganisation Karmalaya, die andere Hälfte wird unter den Schulen aufgeteilt.

Quelle: Die Glocke vom 29.08.2016