Verweilen in der Innenstadt

Neue Sitzbänke fördern Einkaufslust

Ahlen (at). „Die neuen Bänke fördern die Einkaufslust“, findet Friedel Paßmann. Jetzt könnten auch mobilitätseingeschränkte Menschen in der Innenstadt einkaufen gehen und vorher oder nachher Platz nehmen, betont der Vorsitzende des Beirats der Stadt Ahlen für behinderte Menschen.
Die ersten der insgesamt 14 neuen Sitzmöglichkeiten sind am Mittwochvormittag platziert und gleich ausprobiert worden – die sind nicht nur beim Behindertenbeirat gut angekommen, sondern auch bei den Sponsoren.
Die Bürger hätten sich mehrheitlich für das Bank-Modell entschieden, das es in mehreren Varianten gebe, sagt Stadtbaurat Andreas Mentz. „611 Bürger votierten dafür, das ist ein klares Ergebnis gewesen“, erläutert Nathalie Liese (Innenstadtkoordination). „Mit dieser Wahl haben die Ahlener Geschmack bewiesen“, meint Liese: Die Sitzmöglichkeiten seien funktional und sähen gut aus. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen komme dieses Modell gut an.
Stück für Stück werden laut Stadtbaurat die Verweilmöglichkeiten jetzt zwischen Schöneberger Platz (vor dem HBB-Geschäftshaus) und dem Marienplatz aufgestellt.
Die Bänke seien ein Mosaiksteinchen auf dem Weg, eine attraktivere Stadt zu werden, erläutert Hans-Jürgen Vicariesmann (Behindertenbeirat). Es sei ein guter Anfang. Größere Projekte lägen in Ahlen in Zukunft noch an, so Vicariesmann, der damit auf die Marktplatzumgestaltung anspielt.
Damit sich die Aufstellung der Sitzmöglichkeiten nicht zwei Jahre hinzieht, engagieren sich in Ahlen laut Astrid Eckel (Sparkasse) Sponsoren. Dies sind die Sparkasse und die Volksbank, aber auch die Bürgerstiftung. Banker hätten sich für Bänke starkgemacht, unterstreicht Michael Vorderbrüggen (Volksbank) mit einem Augenzwinkern. Der Bankbetriebswirt hofft, dass die Rastmöglichkeiten unverschmutzt bleiben. Vielleicht könne man Einzelhändler bitten, vor deren Geschäfte die Bänke stünden, nach diesen zu sehen. Möglicherweise ließen sich Paten finden, so Vorderbrüggen. So sieht es auch Andreas Mentz: Nachbarn sollten sich mitverantwortlich fühlen.

Quelle: Die Glocke vom 28.07.2016