Hilfe durch neue Anlaufstelle für weibliche Gewaltopfer

VIA-Stiftung der Volksbank unterstützt „Frauen helfen Frauen“

Ahlen - Der Bedarf ist da und das neue Angebot wird gut angenommen – leider. Denn die Rede ist von der Beratungsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen“ für weibliche Gewaltopfer. Bis November ausschließlich in Beckum ansässig, ist die kreisweit tätige Einrichtung mit ihren Beratungs- und Therapieangeboten dank der finanziellen Unterstützung der VIA-Stiftung der  Volksbank nun auch in Ahlen präsent.

„Die Entscheidung war richtig, die Stelle hier in Ahlen einzurichten“, stellte Renate Feichtinger, Vorstandsmitglied beim Verein „Frauen helfen Frauen“, im Gespräch mit VIA-Vorstandsmitglied Michael Vorder-brüggen und VIA-Geschäftsführer Stephan Buschermöhle zufrieden fest und dankte für das finanzielle Engagement. „Ich bin froh, dass es geklappt hat. Durch Ihren Beitrag ermöglichen Sie den betroffenen Frauen einen niederschwelligen Zugang zu Hilfeleistungen und ebnen ihnen und ihren Kindern den Weg in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben.“

„Hilfestellung und Unterstützung von unverschuldet in Not geratenen Bürgern hat sich die auf genossenschaftlichen Füßen wurzelnde VIA-Stiftung auf die Fahnen geschrieben“, erwiderte Michael Vorderbrüggen. „Das Angebot Ihres Vereins passt ideal in unsere Förderzwecke“, ergänzte Stephan Buschermöhle.

„Viele Ahlenerinnen melden sich bei uns und sind erleichtert darüber, dass sie nun orts- und zeitnah sowie an einem unauffälligen Ort bei der Familienbildungsstätte Hilfe bekommen“, erläuterte Diplom-Pädagogin und Trauma-Fachberaterin Marina Völlmecke. Alle zwei Wochen ist sie freitags für fünf Stunden vor Ort. Zwischen 10 und 11 Uhr gibt es eine offene Sprechstunde. Anschließend steht Marina Völlmecke hilfesuchenden Frauen und Mädchen nach Terminvereinbarung über die Beratungsstelle in Beckum (Telefon 0 25 21 / 68 87) zur Verfügung.

Gern würde der Verein „Frauen helfen Frauen“ im wöchentlichen Rhythmus Sprechstunden in Ahlen halten. Dazu fehlen jedoch noch weitere Spenden. Wie gesagt: Der Bedarf ist groß.


    
Quelle: Westfälische Nachrichten, Ahlen vom Mittwoch, den 09. März 2016