Orden am laufenden Band

Appell an die Narren: Kerze anzünden und eine „Buxe“ mehr anziehen

-Joachim Edler- Warendorf - Michael Maul, Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr, geht es nicht nur an die Krawatte. Ihm werden auch noch Handschellen angelegt. Auch die Schlipse der „Dorfsheriffs“ Dieter Wohlgemuth und Siegfried Hilge müssen dran glauben – das ist an Altweiber so. Die WaKaGe-Mädels fackeln nicht lange mit der Schere herum: Schnipp, Schnapp halten sie die Trophäen in der Hand. Närrisches Treiben gestern am Rande der Pressekonferenz des Bürgerausschusses zu Förderung des Warendorfer Karnevals.

Es ist schon Tradition, dass die Warendorfer Narren im „Monetensaal“ der  Volksbank die letzten Details für den Rosenmontagszug festzurren. Das geht in der Regel mit Blasmusik, kurzweiligen Reden, Frikadellen, Mettendchen, Pils und Orden am laufenden Band. So auch gestern. Prinz Henki I. „Vom Fass bringt Stimmung und Spass“ zeigte sich stolz und überglücklich, zur WaKaGe-Familie zu gehören: „Es ist eine Ehre für mich, Prinz zu sein.“ Der „Monetensaal“ war außer Rand und Band.  Volksbankvorstand Paul Ludwig Rosche, der in diesem Jahr in Ruhestand geht und zum letzten Mal als Hausherr die Narren begrüßte, war nicht mit leeren Händen gekommen: „Wenn wir schon keine Zinsen zahlen, dann werfen wir die Orden nur so raus.“ Gesagt – getan. Rosche ehrte gleich etliche närrische Wegbegleiter, allen voran den Prinzen. WaKaGe-Präsident Markus Hinnüber ließ es sich nicht nehmen, Rosche zu danken. Zum 34. Mal fand die Pressekonferenz im Gasthaus der  Volksbank statt. Dafür gab es nicht nur den prinzlichen Orden, sondern auch ein Wein- und Buchpräsent. Rosche präsentierte den Narren mit Thomas Schmidt einen Nachfolger, der mit allen karnevalistischen Wasser gewaschen ist – schließlich war Schmidt schon Stadtprinz in Beckum. Ein Garant, dass der Termin in Zukunft erhalten bleibt, garantierte Rosche und scherzte mit Blick auf die Bankenkonkurrenz vor Ort: „Unsere Vorstände sind karnevalstauglich. Da können sich die Roten warm anziehen.“

Warm anziehen sollten sich auch die Narren, wenn es am Rosenmontag regnen sollte. „Einfach eine Buxe mehr anziehen“, riet Frank Korte, Vizepräsident des Bürgerausschusses. Damit der Regenfall erst gar nicht eintritt und es trocken bleibt, appellierte er an die Narren, in allen Kirchen der Stadt eine Kerze anzuzünden

(Quelle: WN vom 05.02.2016)