Sendenhorst gelingt Revanche

Vorjahres-Vize schlägt Titelverteidiger TuS im Finale mit 3:1 / SG und VfL scheiden im Halbfinale aus

-Wolfgang Schulz- Kreis Warendorf - Die Revanche ist geglückt: Vor genau einem Jahr verlor die SG Sendenhorst das Finale der Volksbank-HKM nach einem Neunmeterschießen gegen Ausrichter TuS Freckenhorst, diesmal gewann sie mit 3:1 gegen den TuS. In zwei spannenden Halbfinals waren zuvor die SG Telgte und der VfL Sassenberg auf der Strecke geblieben.

Die Sendenhorster stellten über das gesamte Turniers hinweg eindeutig die beste und ausgeglichenste Truppe, die in Keeper Rene Bisplinghoff und Torjäger Kirill Bassauer die herausragenden Akteure besaß. Im Finale gab die SG eindeutig den Ton an und führte durch Tore von Maik Krause, Kirill Bassauer und Julian Methling mit 3:0, ehe Pierre Jöcker das Ehrentor gelang.

„Das war ein tolles Turnier, das meine Jungs verdient gewonnen haben. Wir sind ungeschlagen geblieben und haben einen guten Ball gespielt, zudem hat sich keiner verletzt“, freute sich Sendenhorsts Coach Uli Leifken. TuS-Trainer Andreas Strump pflichtete seinem Kollegen bei: „Sendenhorst hat sich diesen Sieg verdient, wir sind erst in den letzten zwei Minuten des Finales aufgewacht. Ansonsten war es für uns nach der schwachen Vorrunde ein schöner Erfolg, bis ins Endspiel vorzustoßen.“

Die beiden Spiele zuvor waren deutlich spannender verlaufen, vor allem das erste Halbfinale. Da fiel erst mit dem 18. Neunmeter die Entscheidung, als Sassenbergs überragender Stefan Wortmann das Leder über den Kasten ballerte. Zweimal hatten die Sassenberger geführt (Wortmann und Justus), zweimal Freckenhorst ausgeglichen (Leivermann und Harbert). Und im fälligen Neunmeterschießen besaß der Titelverteidiger dann die besseren Nerven und siegte am Ende mit 10:9. „Es ist schon bitter, auf diese Art und Weise auszuscheiden. Aber die Jungs haben sich im Laufe des Turniers gesteigert und eine hervorragende Vorstellung geboten“, resümierte Sassenbergs Hallencoach Stefan Brinkmann zufrieden.

Im zweiten Halbfinale befand sich die SG Telgte auf der Siegerstraße, führte sie doch Mitte des zweiten Abschnitts durch Tore von Maffenbeier (2) und Wolf bei einem Gegentreffer von Krause mit 3:1. Doch dann drehten die Sendenhorster plötzlich den Spieß um und markierten in den letzten sechs Minuten fünf weitere Tore durch Schulte, Wittenbrink, Krause, Kirill Bassauer und Brechtenkamp zum 6:3. „Wir haben ein gutes Turnier gespielt, im Halbfinale aber zu viele individuelle Fehler gemacht“, klagte Telgtes Coach Jan Lauhoff

(Quelle: WN vom 04.01.2016)