Wertpapiere und Fonds werden immer beliebter

Rückgang klassischer Sparformen

Warendorf / Oelde (gl). Trotz niedriger Zinsen sind die Spareinlagen von Privatpersonen in den vergangenen Jahren gewachsen, teilt die Volksbank mit. Von 2010 bis 2015 seien die Privatkundeneinlagen im Durchschnitt um 3,4 Prozent gestiegen. Die Bildung von Sparguthaben habe damit im Schnitt deutlich höher gelegen als das Wachstum der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Höhe von 2,5 Prozent. Auch für das kommende Jahr rechnet die Volksbank eG in Warendorf mit einer Zunahme. „Das Einlagengeschäft mit Privatkunden dürfte vor dem Hintergrund der weiter zunehmenden Erwerbstätigkeit in Deutschland und höherer Tarifabschlüsse weiterhin solide wachsen“, sagt Vorstand Rolf Weishaupt zur Gesamtsituation.


Allerdings sind die klassischen Sparformen seit 2010 rückgängig. „Es wird weiterhin gespart, allerdings nutzen die Sparer freies Kapital, um es vermehrt in renditeträchtigere Anlageformen, wie Wertpapiere und Fonds, anzulegen. Oder sie setzen auf kurzfristige Verfügbarkeit und lassen das Geld auf dem Konto stehen“, beschreibt Weishaupt.
Tatsächlich stehen Spareinlagen mit einem Anteil von 35 Prozent auf Platz zwei. Auf ihren Giro- oder Tagesgeldkonten halten die Verbraucher 49 Prozent ihres Geldes für kurzfristige Anschaffungen bereit, während Termineinlagen mit 13 Prozent und Sparbriefe mit 3 Prozent mit deutlichem Abstand auf den Plätzen drei und vier folgen.


„Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Nach diesem Sprichwort verhalten sich viele unserer Kunden. Sparen ist vor allem angesichts der insgesamt guten Einkommenssituation bei anhaltender Konjunktur ein wichtiger Faktor für die Vorsorge. Das gilt für Anschaffungen und Reparaturen genauso wie für größere Investitionen oder die langfristige Altersvorsorge“, so Weishaupt. Die private Altersvorsorge sei zunehmend bedeutender.

(Quelle: Die Glocke vom 28.10.2015)