Klangspiel an der Volksbank

24 Glöckchen erklingen in der Adventszeit

Von unserem Redaktionsmitglied Anika Reckeweg

Warendorf (gl). „Macht hoch die Tür“, „Tochter Zion“, „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“ – diese und drei weitere Lieder erklingen seit dem 2. Dezember pünktlich um 14 Uhr von den Glocken am Volksbank-Gebäude in der Warendorfer Innenstadt.

„Das Glockenspiel hängt bestimmt schon seit den 1990er-Jahren an der Fassade“, vermutet Stefan Hölzle, Regionalleiter der Volksbank. „Früher hat es jeden Tag stündlich geläutet. Das war zu viel und es wurde abgestellt“, so Hölzle.

Während des Weihnachtswäldchens hat das Spiel den Startschuss für die Öffnung gegeben. „So wussten die Bürger, die sich in der Stadt tummeln, immer sofort Bescheid“, so Hölzle. Als Sponsor des Weihnachtswäldchens arbeite die Volksbank mit dem Stadtmarketing zusammen, erklärt Hölzle. Dabei habe André Auer vom Stadtmarketing angeregt, das Glockenspiel zu reaktivieren.

Die Klöppel der 24 großen und kleinen Glocken werden elektronisch ausgelöst. „Sie schlagen aber richtig, genau wie Kirchenglocken, nur in klein“, beteuert Hölzle. An den ersten Tagen habe er sogar selbst auf den Auslöseknopf gedrückt, danach habe das eine programmierte Diskette übernommen. Sechs verschiedene Stücke können die Glocken erklingen lassen, jeweils 20 bis 45 Sekunden gerät das Spiel ins Schwingen. „Wir sind dem Hinweis eines Pfarrers gefolgt und haben bewusst Adventslieder ausgesucht, keine Weihnachtslieder“, erklärt Hölzle. Die Programmierung habe sich jedoch recht schwierig gestaltet. „Wir müssen der Anlage sagen, wann sie nicht bimmeln soll und nicht, wann sie spielen darf“, so der Regionalleiter. Also habe die Herstellerfirma eine passend programmierte Diskette geschickt.

Hölzle freut sich, wenn Passanten stehenbleiben und der Melodie zuhören. „Wir sind heute schnelllebig unterwegs, und dann tut so eine Unterbrechung gut. Es ist schön, wenn die Leute innehalten.“ Abends bleibe das Spiel still, habe aber optisch seinen Reiz. „Wenn es dämmert, werden die Glöckchen von zwei Strahlern angeleuchtet, die wir vom Theater am Wall bekommen haben.“

Nun bleibt das Glockenspiel wieder für ein Jahr stumm. „Wenn alles gut klappt, dann fällt das Weihnachtswäldchen 2017 auf die gleichen Tage“, so Hölzle. „Dann kann die Programmierung so bleiben.“ Andernfalls müsse er die ersten Tage wieder selbst in den Keller gehen, um das Knöpfchen zu drücken, das die Glocken zum Klingen bringt.